Auslastung. Begegnung. Konsequenz.

Auslastung

 

Nicht nur eine regelmäßige körperliche, sondern auch eine mentale bzw. olfaktorische Auslastung ist auschlaggebend für die Gesundheit und somit auch für das Verhalten und das Wohlbefinden unserer Hunde.

 

Veränderung durch Bewegung: Bewegungen können von Hunden bis zu 10-mal besser wahrgenommen werden als von uns Menschen. Die Wahrnehmung dient somit als Grundstein der Bewegung und in weiterer Folge auch als Auslöser (Stimuli) bzw. als Sprungbrett für erwünschte positive Verhaltensänderungen. Der Bewegungsdrang von Hunden sollte somit als Basis für das artgerechte Zusammenleben zwischen Mensch und Hund herangezogen werden. Durch diese Art der Verständigung fällt die Notwendigkeit von Trainingsmethoden, welche auf einer Futtermittelgabe zur Belohnung o. Ä. basieren, weg und eines der Grundbedürfnisse unserer Caniden muss somit nicht ausgenützt oder strapaziert werden. Wenn der Drang nach Bewegung nicht mehr besteht, sollte das Leistungsabrufen und somit das Training beendet werden. Solch ein artgerechtes Beenden einer Übungseinheit fällt bei der Anlehnung an die Futtermittelverstärkung zur Gänze weg, da der Hund immer gefallen werden will um sein Überleben zu sichern.

 


Begegnung

 

Ausschlaggebend für die Kommunikation zwischen Mensch und Hund, und Hund & Hunden, sind das richtige Deuten von Mimik, Körpersprache, Ausdrucksverhalten, Gefühlen und Vieles mehr. Als Grundstein für diese Kommunikation ziehe ich Beschwichtigungs-, Abbruchssignal- (Cut-off-Signale) und Übersprungshandlungen, Drohsignale sowie Dominazgesten heran, da dies die einzige Form der innerartlichen Kommunikation ist, welche ein Hund sofort richtig deuten, verstehen und umsetzten kann.

 

Mit der Anlehnung an diese Kommunikationsmöglichkeiten können alle Formen der Begegnung, sei es mit Menschen oder spontan entstehende Begegnungen artgerecht gemeistert oder neu erlernt werden.

 


Konsequenz

 

Durch eine überlegte und strukturierte Vorgabe von Verhaltensweisen und die dadurch entstehende Anlehnung an einen Hundeführer, welcher somit eine vergleichbare Rolle eines Leittieres übernimmt, entstehen Sicherheit und Geborgenheit. Eine permanente Entscheidungsfreiheit würde langfristig gesehen, gesundheitliche Schäden mit sich bringen und den Bedürfnissen unserer Hunde nicht nachkommen! Ein gesundes und durchdachtes Maß an Konsequenz, Fairness und Empathie erwecken und stimulieren in jedem Hund das Bedürfnis zu folgen und stellen somit jedes vierbeinige Individuum auf eine artgerechte und nachhaltige Weise zufrieden.